Die Lorelei

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin.
Ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl, und es dunkelt.
Und ruhig fließt der Rhein.
Der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

An die Freude

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium!
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligtum.
Deine Zauber binden wieder,
was die Mode streng geteilt.
Alle Menschen werden Brüder,
wo dein sanfter Flügel weilt.

Auf Flügeln des Gesanges

Auf Flügeln des Gesanges,
Herzliebchen, trag’ ich dich fort.
fort nach den Fluren des Ganges,
dort weiß ich den schönsten Ort.
Da liegt ein rotblühender Garten,
im stillen Mondenschein.
Die Lotosblumen erwarten   ˥ 繰り返し
ihr trautes Schwesterlein.     ˩

Die Forelle

In einem Bächlein helle,
da schoss in froher Eil’
die launische Forelle
vorüber wie ein Pfeil.
Ich stand an dem Gestade
und sah in süßer Ruh’
des muntern Fischleins Bade  ˥ 繰り返し
im klaren Bächlein zu.              ˩

Heidenröslein

Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n,
Röslein auf der Heiden.
War so jung und morgenschön.
Lief er schnell, es nah zu seh’n,
sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore,
da steht ein Lindenbaum.
Ich träumt’ in seinem Schatten
so manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
so manches liebe Wort.
Es zog in Freud’ und Leide
zu ihm mich immer fort. ] 繰り返し

Die Gedanken sind frei.

Die Gedanken sind frei.
Wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei.
Die Gedanken sind frei.

O Tannenbaum

O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!
Du grünst nicht nur zur Sommerzeit,
nein, auch im Winter, wenn es schneit.
O Tannenbaum, o Tannenbaum,
wie treu sind deine Blätter!